FKK-Strände: hüllenlos die Nordsee genießen

FKK-Strände

Kurzinfo FKK-Strände

  • Selbstverständlichkeit: jeder zweite Gast auf Sylt nutzt FKK-Stände
  • Auswahl: jeder dritte Strandabschnitt als FKK-Bereich ausgeschrieben
  • Sport: viele FKK-Strände mit Sportangeboten
  • Geschichte: bis in die 1950er Jahre war Freikörperkultur auf Sylt verpönt

Nacktbaden auf Sylt ist heutzutage keine Randerscheinung mehr: Immer mehr Menschen entdecken die Vorzüge von textilfreiem Schwimmen und Planschen in der Nordsee für sich. Leicht nachvollziehbar, denn die Insel Sylt bietet ihren Gästen optimale Bedingungen für einen entspannten FKK-Urlaub. Auf Sylt zählt Nacktbaden mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit. Jeder zweite Gast kommt diesem Wunsch mindestens einmal während seines Urlaubs auf Sylt nach. Verständlich, denn saubere Strände und die unendliche Weite der Nordsee laden sprichwörtlich zu textilfreiem Schwimmen und Planschen im kühlen Nass ein.

Zahlreiche FKK-Stände auf Sylt

Die Touristik-Experten von Sylt kommen dem FKK-Wunsch der Urlauber natürlich nach: Inzwischen ist jeder dritte Strandabschnitt der 40 Kilometer langen Sylter Westküste als FKK-Bereich ausgeschrieben. Die Nacktbadestrände von Westerland etwa befinden sich im Norden und Süden der Insel. Hier ist sowohl auf dem Campingplatz, auf dem Grillplatz/FKK Nord und natürlich an den Strandabschnitten Textilfreiheit erlaubt. Auch Rantumer Gäste können sich auf herrliche textilfreie Ferien auf Sylt freuen. Der zwölf Kilometer lange Strandabschnitt bietet mit „Sansibar“ und „Samoa“ gleich zwei große Bereiche, die explizit als FKK-Zone ausgewiesen sind. Steuert man auf das Areal von „Samoa“ zu, sollte man unbedingt die Strandsauna besuchen.

Hörnum: Den FKK-Strand erreichen Sie nach einem kurzen Marsch über einen schmalen Dünenweg. Vorher bietet sich als „Aufwärmprogramm“ (an kalten Tagen) ein Besuch der Strandsauna an, die sich in einem finnischen Blockhaus befindet. Von dort aus sind es nur wenige Meter bis zum FKK-Bereich.
Für die sportlich ambitionierten Besucher befindet sich direkt am Strand ein Beachvolleyballfeld. Auch Gymnastikkurse am Strand sorgen dafür, dass sich Sport und Erholung am Weststrand von Hörnum optimal miteinander verbinden lassen.

Wenningstedt: Die Bewohner von Wenningstedt-Braderup sind stolz auf ihren feinsandigen Strand – sicherlich zu Recht, denn tatsächlich zählt der Strandabschnitt zu den Hauptattraktionen der gesamten Sylter Insel. Nirgendwo anders auf der Insel lässt sich ein derart einmaliger Kontrast zwischen dem tiefblauen Himmel und der endlosen Weite des Meeres erleben. Der Strand Wenningstedt verfügt insgesamt über sechs Strandübergänge und ebenso viele gepflegte Toilettenanlagen. Auch körperlich beeinträchtigten Personen bleibt das Strandvergnügen nicht vorenthalten: Ein Strandübergang gilt als behindertenfreundlich. Der 2,8 Kilometer lange Strand wird täglich gereinigt, sodass Strandbesucher stets optimale Bedingungen vorfinden werden.

FKK war auf Sylt lange Zeit verpönt

Nicht immer waren die Bewohner der Nordseeinsel derart aufgeschlossen gegenüber der Freikörperkultur wie heute. Noch vor hundert Jahren wären selbst entblößte Männerwaden auf Sylt mit zornigen Blicken der Sittenwächter bestraft worden. Während die Herren auch an heißen Tagen ihre Anzüge durchschwitzen mussten, waren wallende Röcke am Strand das höchste der Freikörpergefühle für die Damenwelt. Heutzutage unvorstellbar, aber damals durchaus üblich. Umkleidekabinen säumten den Strand und sollten die Strandbesucher vor allzu unsittlichen Blicken der anderen Gäste schützen. Es sollte bis zu den 1950er Jahren dauern, bis die Freikörperkultur auch auf Sylt akzeptiert wurde. Dass die modernen Sylter ein Faible für FKK haben, beweist allein die Tatsache, dass der Strandabschnitt „Buhne 16“ auf Sylt Rang Zwei der schönsten FKK-Strände weltweit belegt.